| Wissenswertes über die
Akupunktur |
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Was heißt
Akupunktur? Was ist Qi? Warum
ist die Traditionelle Chinesische Medizin noch immer aktuell?
Seit wann gibt es Akupunktur?
Was liegt der Chinesischen Medizin zu
Grunde? Wie wirkt die Akupunktur?
Wann kann man dieses Heilverfahren anwenden?
Und bei welchen Tieren? Wann
sollte Akupunktur nicht angewendet werden? Kann
man mit dieser Methode meinem Tier auch helfen? |
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Was
heißt Akupunktur? Was ist Qi?
Das Wort Akupunktur stammt vom Lateinischen „acus“
(Nadel) und „pungere“
(stechen) ab.
Bei der Moxabustion („mogusa“ = Pflanzenart von
Beifuß und „bustum“ = Brandstätte) handelt
es sich um Akupunktur, bei der die Nadeln mit Moxakraut gespickt
werden. Dieses wird angezündet, wobei die enstehende Wärme
über die Nadel auf den Körper übertragen wird.
Qi (sprich „Tschi“) ist
die Lebensenergie, die im Körper
(in den Meridianen) fließt. Sie wird zum Teil bei der
Geburt mitgegeben und zum anderen auch über die Nahrung
täglich ergänzt. |
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Warum
ist die Traditionelle Chinesische Medizin noch immer aktuell?
Es gibt auf der Welt keine medizinische Schule, die sich durch
Jahrtausende so unverändert erhalten und bewährt hat
wie die Traditionelle Chinesische Medizin
(TCM). Sie erreichte schon einige Jahrhunderte vor Christi
Geburt eine erste Blüte. Trotzdem wird sie heute noch zur
Diagnose und Therapie von gesundheitlichen Problemen erfolgreich
angewandt.
In der westlichen Medizin wird der Organismus analysiert, die
Ursache einer Erkrankung bis in die kleinste funktionelle Ebene
verfolgt. Der Unterschied liegt in der Sichtweise. In der TCM
wird Bezug zum ganzen Körper genommen. |
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Alle
Körperteile, einschließlich Organe und Gewebe,
werden verglichen, als auch Organe zueinander und Organe
in der Beziehung zur Umwelt. Gesundheit liegt dann vor,
wenn zwischen allen ein dynamisches
Gleichgewicht vorliegt (siehe Yin und Yang).
Das ist auch der entscheidende Vorteil, gerade wenn man
bedenkt wie viele Einflüsse heutzutage auf einen
Organismus einwirken (Umweltbedingungen, soziale Kontakte,
seelische Belastungen usw.). |
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Seit
wann gibt es Akupunktur?
Die Akupunktur ist ein wichtiger Teil der Traditionellen
Chinesischen Medizin. Chinesische Gelehrte aller Generationen
haben zur Entwicklung und Verfeinerung der Akupunktur beigetragen.
Die Wurzeln dieser medizinischen Schule liegen in China. Bei
Ausgrabungen fand man Steinnadeln, die aus der Zeit um 4000
v. Chr. stammen. Die ersten Berichte tauchten in der Zeit vom
16.-11. Jh. v. Chr. auf, in der Bronzenadeln zum Einsatz kamen.
Während der Periode der streitenden Reiche (475-221 v.
Chr.) existierten Steintafeln, wo Soldaten ihre Pferde mit Pfeilspitzen
vor einer Schlacht stimulierten.
Interssanterweise fanden sich auch bei der Gletscherleiche „Ötzi“,
die vor zirka 5000 Jahren im Ötztal erfroren war, Hinweise,
dass dieser Mann mit Akupunktur behandelt worden war. |
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Was
liegt der Chinesischen Medizin zu Grunde?
Die Lehre von Yin und Yang ist die
philosophische Grundlage des chinesischen Denkens. Es betrifft
nicht nur die Medizin, sondern beeinflusst alle Facetten des
Lebens. Alle Dinge, vom Materiellen bis zum Geistlichen, vom
Kosmos bis zum Organismus, sind aus dem männlichen
Yang-Element und dem weiblichen Yin-Element
zusammengesetzt. Diese polaren Kräfte stehen in einem ständigen
Fließgleichgewicht. Ist das Gleichgewicht gestört
bedeutet das Krankheit! Keines von beiden kann selbständig
existieren. Jeder Yin-Aspekt hat auch mehr oder weniger Yang
in sich und umgekehrt (siehe die Yin-Yang-Monade). |
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Wie
wirkt die Akupunktur?
Die inneren Organe, Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder und
die Muskulatur sind über Nervenbahnen mit dem Rückenmark
und dem Gehirn verbunden. So werden Informationen über
Aktivität, aber auch über Krankheit und Schmerzen
an das Schaltzentrum abgegeben. Genauso gibt es Nerven-Bündel
die eine Verbindung nach außen zur Haut herstellen. Diese
Hautpunkte (Akupunkturpunkte) sind
genau definiert und können den Zustand (Krankheit, Schmerzhaftigkeit)
von erwähnten Organen und Geweben anzeigen. Dadurch wird
verständlich, dass der Einstich einer Akupunkturnadel einen
Einfluss auf diese Strukturen nimmt.
Je nach Absicht kann man Punkte bzw. Organe tonisieren
(stärken) oder sedieren (beruhigen).
Über die Verbindung zum Gehirn werden körpereigene
Schmerzmittel (Endorphine) aktiviert. Dadurch kann der Einsatz
von Medikamenten (Analgetika), die manchmal mit Nebenwirkungen
verbunden sind, vermindert bzw. vermieden werden.
Blockaden im Energiefluß (Qi)
werden gelöst, Gestautes kann man ausleiten oder Mangel
ausgleichen. |
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| Die Akupunkturpunkte beim Hund |
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Wann
kann man dieses Heilverfahren anwenden?
Und bei welchen Tieren?
Grundsätzlich nur bei funktionellen, reversiblen Erkrankungen.
Das heißt Voraussetzungen sind intakte Strukturen, damit
gestörte Organfunktionen wieder reguliert werden können.
Insbesondere bei: Störungen
im Bewegungsapparat • orthopädische Schmerzen
(Muskeln, Gelenke, Wirbelsäule) Innere
Organerkrankungen • Verdauungstrakt (Durchfall,
Erbrechen, Obstipation) • Urogenitaltrakt (Harnabsatzprobleme,
Scheinträchtigkeit...) • Leber-und Nierenfunktionsstörungen
Hauterkrankungen • Allergien,
Dermatitiden, Juckreiz... Verhaltensprobleme
• Unsauberkeit, Ängstlichkeit, Aggressivität...
Postoperative Rehabilitation Notfallsituation
(Atemnot, Schock)
Die Akupunktur kann man prinzipiell bei allen Haus- und Nutztieren
– bei entsprechender Körpergröße –
anwenden. In unserer Klinik zählen hauptsächlich Hunde
und Katzen zum Klientel. |
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| Der deutsche Kurzhaar Moritz wurde
wegen Hüftgelenksdysplasie behandelt |
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Wann
sollte Akupunktur nicht angewendet werden?
In der Regel ist das Ansprechen auf diese Behandlungsform bei
sehr jungen und sehr alten Hunden schlechter. Keine
Indikationen sind folgende:
Herzpatienten im Stadium der Dekompensation (sehr schwere Herzschwäche)
Maligne Tumoren (bösartiger Krebs mit schlechter Prognose)
Weit fortgeschrittene Erkrankungen bei denen Strukturen unheilbar
zerstört wurden (z.B.Muskelnekrosen) Bei erforderlichen
chirurgischen Maßnahmen nur als Unterstützung (z.
B. Schmerzreduktion) |
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| Bosco wurde wegen einem Kreuzbandriß
mit Akupunktur behandelt. |
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Kann
man mit dieser Methode meinem Tier auch helfen?
Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich
bin unter der Woche (ausgenommen mittwochs) zu den Ordinationszeiten
(10-12 und 17-19 Uhr) erreichbar.
Mag. Harald Pothmann |
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