Dirofilariose - Herzwurmkrankheit beim Hund
Urlaubsreisen in tropische und subtropische Länder erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Immer häufiger begleiten Haustiere ihre Besitzer auf solchen Reisen. Aber nicht nur von Fernreisen kann ein Hund mit unerfreulichen "Reisenmitbringseln" zurückkehren, sondern auch in beliebten, nicht allzu weit entfernten Urlaubsländern sind unsere Vierbeiner nicht vor Krankheiten gefeit.

So eine Krankheit wäre die Dirofilariose, welche mittlerweile im gesamten Mittelmeerbereich anzutreffen ist.
Vor allem die italienische Poebene weißt mit 95 % die höchste Verseuchung weltweit auf. Auf den kanarischen Inseln Las Palmas sind 32% und auf Teneriffa sind 61% der Hunde infiziert. Weiteres seuchenhaftes Vorkommen vor allem in den USA und Ungarn.

Erreger dieser Krankheit ist Dirofilaria immitis, eine Filarienart. Dieser Blutparasit wird durch ca. 70 verschiedene Stechmückenarten übertragen. Im Endwirt Hund entwickeln sich die sogenannten Makrofilarien = ausgewachsene Herzwürmer. Nach einer bis zu mehreren Monaten dauernden Inkubationszeit verliert der Hund an Gewicht, wird schwächer, entwickelt Atemnot, Husten, Herz, Leber und Niereninsuffizienz, sowie Bauchwassersucht. Entzündliche Veränderung und absterbende Parasiten können zu Thrombosen führen. Bei einer Thrombose ist der Blutstrom in einem Blutgefäß oder im Herzen behindert.

Der direkte Nachweis der Mikrofilarien erfolgt durch mikroskopische Untersuchung von peripherem Blut über einen Blutausstrich.
Bei ca. 25% der infizierten Hunde findet man keine Mikrofilarien. Dieser Zustand wird als okulte Dirofilariose bezeichnet.
Der Antigennachweis der adulten Herzwürmer im Serum ist erst 6-7 Monate nach Infektionsbeginn aussagekräftig.

Die medikamentöse Therapie ist in der Wirkung unzureichend und hat massive Nebenwirkungen. Das Abtöten adulter Herzwürmer ist zudem sehr riskant aufgrund der hohen Thrombosegefahr.

Wichtig ist daher die Vorbeugung!!!!! Es sollten alle Hunde welche in gefährdete Gebiete auf Urlaub mitgenommen werden eine entsprechende Herzwurmprophylaxe bekommen. Diese besteht entweder aus einem Halsband und/oder einem Shampoo welches die Stechmücken fernhält, oder einer direkten Prophylaxe des Filarienbefalles durch ein Medikament zum Auftragen auf die Haut.

Quelle: Laboklin