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FIP (Feline infektiöse
Peritonitis)
ansteckende Bauchfellentzündung der Katzen -
die rätselhafte Katzenkrankheit |
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In diesem Artikel finden Sie die neuesten
Erkenntnisse über die FIP-Infektion. Die medizinische Forschung
hat diesbezüglich revolutionäre Ergebnisse gebracht, die
viel von dem bisher Gewußten über Bord wirft.
Zusammenfassung:
1. Die Ansteckung mit Coronaviren verfolgt
meist im Welpenalter, selten später
2. Coronaviren können Zeitlebens im
Körper bleiben
3. FIP-Viren entstehen zufällig im
Körper infizierter Katzen.
4. FIP-Tests messen die Antikörper
gegen alle Coronaviren - sie sagen nichts aus ob auch FIP-Viren im
Körper der Katze sind
5. Streß und andere Krankheiten können
den Ausbruch von FIP fördern (Immunblockaden).
6. Für Katzenzuchten ist die Freiheit
von allen Coronaviren von großer Bedeutung.
7. Die FIP-Impfung ist sinnvoll bei nichtinfizierten
Katzen um auch leichter frei von Coronaviren zu bleiben.
Die FIP ist eine als solche nicht ansteckende
Krankheit!!!!
Warum? |
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Dazu
erst einmal der Weg der Ansteckung:
FIP wird durch ein Coronavirus ausgelöst. Von diesem Coronavirus
gibt es noch eine zweite Form, nämlich das Enterale Coronavirus,
das als eigentliche Stammform gilt. Das enterale Coronavirus
ist vergleichsweise harmlos, es verursacht bei seiner Erstinfektion
Durchfall und gelegentlich leichte Entzündung im Atemtrakt.
Die Infektion mit dem enteralen Coronavirus erfolgt meist im
Welpenalter von einer virusausscheidenden Mutter. Das Virus
siedelt sich im Hüftdarm, Dickdarm und Mastdarm an und
vermehrt sich dort in einzelnen Schleimhautzellen.
Durch diese Strategie bleiben sie oft lange Zeit vom Immunsystem
der Katze unerkannt. Die Ausscheidung erfolgt über den
Kot durch viele Monate hindurch. Irgendwann gewinnt das Immunsystem
die oberhand, sodaß es zu einer Ausheilung kommt, oder
es kommt zu einer Pattstellung - das Virus bleibt im Körper
und das Immunsystem fängt einzelne Vermehrungsschübe
mehr oder weniger gut ab. Es zirkulieren Antikörper im
Blut der Katze. |
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Das Coronavirus ist genetisch sehr
instabil !!! Im Laufe der immer wieder stattfindenden Virusvermehrung
treten ständig Gendefekte an verschiedenen Viren auf. Je
nachdem ob diese defekten Viren stärker oder schwächer
in ihrer Vitalität sind, kommt es zu einer weiteren Vermehrung
oder zum Untergang des Mutanten. Das FIP-Virus
ist nun tatsächlich nur (!) ein Mutant des enteralen Coronavirus!
Es entsteht im Körper der Katze zufällig durch Mutation
und wird nicht direkt von einer Katze zur nächsten übertragen.
Das solcherart mutierte Coronavirus - jetzt FIP-Virus
genannt - ist viel aggressiver und vitaler als sein harmloser
Vorgänger, das enterale Coronavirus. FIP-Viren
können in die Blutbahn gelangen und dort Monozyten und
Makrophagen befallen und sich in diesen auch vermehren. Durch
diese Strategie sind sie vor dem Zugriff des Immunsystems geschützt
und werden von den Blutzellen in alle Körperregionen getragen,
wo sie dann auch die Symptome der FIP-Krankheit
entwickeln.
Dr. B. Quehenberger |
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