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| Die Plasmazellgingivitis |
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Bei dieser Erkrankung der Katzen handelt
es sich um eine spezielle Zahnfleischentzündung, die auch den
Rachenraum befallen kann.
Der Name leitet sich von Zellen ab, die man histologisch im entzündeten
Gewebe findet (Plasmazellen), und dem lateinischen
Wort für Zahnfleischentzündung (Gingivitis).
Meistens fällt dem Besitzer das hochrote, leicht blutende Zahnfleisch
auf (siehe Foto). Dazu kommt noch übler Mundgeruch. Später
stellen die Katzen das Fressen ein oder lassen schmerzbedingt Futter
wieder aus dem Maul fallen. Oft sind schon junge Katzen nach dem Zahnwechsel
betroffen.
Die Ursachen sind auf eine Infektion mit sogenannte Retroviren zurückzuführen,
wie zum Beispiel das Leukosevirus oder das
FIV-Virus (Felines Immundefizienz Virus).
Aber auch das Calici-Virus spielt als Verursacher
eine Rolle.
Die Leukoseviren "verstecken sich" im Zahnfleisch und Knochenmark,
und sind dadurch mittels Bluttest nicht nachweisbar. Der Körper
antwortet mit einer überschießenden Immunreaktion, in dem
er Plasmazellen in das Zahnfleisch einlagert. |
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vor der Behandlung
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nach Gingiektomie
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Die Therapie richtet sich ausschließlich
gegen die Symptome:
Sie umfasst entzündungshemmende Medikamente, meist durch Depot-Injektionen,
und Antibiotika in Tablettenform gegen die bakterielle Sekundärinfektion.
Wobei gerade auf die Nebenwirkungen der Depot-Präparate hingewiesen
werden sollte. So kann es bei längerer Anwendung zu Veränderungen
im Fett- und Glukosestoffwechsel kommen, welche starke Gewichtszunahmen
bedingen können.
Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist die Gingiektomie
mit dem Elektrotom in Vollnarkose, bei der die Entzündungsherde
abgetragen werden (siehe Foto).
Die Behandlungen müssen in, von Patienten zu Patienten verschiedenen
Intervallen, wiederholt werden.
Die Krankheit nimmt meist einen chronischen Verlauf, so dass die Extraktion
der Mahl- und Vormahlzähne als bester Ausweg gilt. Die Schneidezähne
und die Eckzähne werden belassen.
Man glaubt es kaum, aber die Katze fühlt sich danach viel besser
und kann wieder schmerzfrei fressen. In vielen Fällen muss man
seinen Liebling auch nicht mehr mit weiteren Medikamenten belasten.
Mag. Harald Pothmann
Tierklinik Quehenberger |
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