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| TEEBAUMÖL
GIFTIG?? |
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Viele Tierbesitzer möchten zu viel
Chemie bei Erkrankungen ihrer Katzen vermeiden
und greifen vermehrt zu Naturstoffen. Leider machen sich viele Menschen
nicht klar, dass natürlich nicht gleichzusetzen
ist mit "ungefährlich" oder "nebenwirkungsfrei"!
(AHO)
Teebaumöl (Tee Tree Oil), botanischer
Name: Melaleuca alternifolia (Myrtaceae) wird in der Human- als auch
in der Veterinärmedizin immer beliebter.
In Broschüren, Büchern und Anzeigen wird Teebaumöl
unter anderem zur Therapie bei Akne, Schuppen, Pilzerkrankungen, Muskelschmerzen
und offene Wunden angepriesen . Nicht selten wird Teebaumöl völlig
verharmlosend beworben, wie das nachfolgende Zitat von einer kommerziellen
Internetseite zeigt: "Teebaumöl ist nebenwirkungsfrei, natürlich
und einfach in der Handhabung. Durch die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten
ist es eine natürliche Alternative zu vielen speziellen Präparaten
und chemische Keulen. |
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Wenn man Teebaumöl gaschromatographisch analysiert, so
erkennt man, dass dieser angeblich so harmlose
Naturstoff ein Gemisch aus einer Vielzahl potenter, pharmakologisch
hochwirksamer Substanzen (Terpene und Phenole) ist.
Da es sich um ein Naturstoff handelt, kann die Zusammensetzung
von Produkt zu Produkt und von Charge zu Charge erheblich schwanken.
Gelegentlich ist Teebaumöl auch gepanscht,
wie universitäre Studien belegen. |
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Teebaumöl wird immer häufiger
völlig kritiklos bei Katzen z.B. gegen Flöhe eingesetzt,
ohne dass sich der Tierbesitzer über die tierartspezifischen
Unverträglichkeiten beraten lassen.
Folge ist , dass immer wieder Katzen mit Teebaumöl-Vergiftungen
in der Tierarztpraxis vorgestellt werden. Taumeln, chronische Abmagerung,
eventuell Zittern, Unruhe, Schwäche, sind die nur zu gut bekannten
Symptome einer Teebaumölvergiftung. Nicht selten endet die Vergiftung
mit Koma und Tod der Katze. |
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Katzen haben einen besonderen
Leberstoffwechsel. Sie besitzen nicht die Fähigkeit der
Glucuronidierung (Verstoffwechslung) dieser spezifischen Substanzen.
Die Abbauprodukte von Teebaumöl reichern sich folglich
bei wiederholter Anwendung im Organismus der Katze an und verursachen
dann die Vergiftungssymptome.
Selbst wenn Tierbesitzer ihren Katzen nur wenige Tropfen Teebaumöl
zur Flohbekämpfung auf das Fell tropfen, so können
die Katzen doch bei der Fellpflege toxische Mengen aufnehmen
und erkranken.
Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob es sich um ein
hochwertiges, biologisches Naturprodukt oder um ein minderwertige
Zubereitung handelt. |
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Teebaumöl kann sich so oder so als Katzenkiller
erweisen!!
Selbst wenn es im Einzelfall nicht zu sichtbaren Vergiftungs-erscheinungen
kommt, können Langzeitfolgen insbesondere nach wiederholter Anwendung
nicht ausgeschlossen werden. Zudem stehen dem Tierarzt eine Vielzahl
von zugelassenen und erprobten Arzneimittel zur Flohbekämpfung
zur Verfügung.
Dr. Wolfgang Schramel
Quellen :
Animal Health Organisation
Kraft, W.u.U.M. Dürr (Hrsg), Katzenkrankheiten, 1996 |
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